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Produktion

 

Die Herstellung findet nur in der Zeit zwischen November und März statt. Dabei wird das Olivenöl in großen Kesseln mit in Wasser gelöster Sodaasche gemischt. Die Mischung wird auf über 200 Grad Celsius erhitzt und solange gerührt, bis das Olivenöl vollständig in Glyzerin und das Natriumsalz des Olivenöls zerfällt.

 

Kurz vor Ende des Prozesses wird Lorbeeröl zugesetzt. Zur Fertigstellung kommt es, indem der Siedemeister tatsächlich in einer "Verkostung" die fertige, "ausgesalzene" Seife prüft und

die Verseifung damit zu Ende führt. Die Sodalösung wird aus dem Kessel abgelassen und die Seifenmischung mit frischem Wasser gewaschen bis sie vollständig laugenfrei geworden ist. Nachdem das Wasser abgelassen wurde, bleibt die Seife zum Abkühlen und vollständigen Entwässern über Nacht stehen.

 

Nun wird die noch warme hellgrüne Paste gleichmäßig auf einem vorbereiteten Boden verteilt und für einige Stunden zum Aushärten dort gelassen. Mit einer Handschneidemaschine wird die rohe Seife in Würfel geschnitten und mit dem Firmennamen und der Qualitätsstufe gestempelt.

Bevor die Seife in den Handel geht, muss sie mindestens sechs Monate reifen, d. h. vollständig trocknen. Dazu werden die Seifestücke in besonders belüfteten Gewölben gestapelt. Die Stapelung ist zeitaufwendig, weil zwischen den Quadern rundum Zwischenräume bestehen bleiben müssen, damit das Äußere verkrusten kann. Die Oberfläche der vorher olivgrünen Seife oxidiert zu dem typischen, ockergelben Farbton, während das Innere der Seife olivgrün bleibt. Die Dicke der ockerfarbenen Schicht kennzeichnet das Alter der Seife. Die olivgrünen Teile kennzeichnen auch den hohen Anteil an Vitamin E.

 

Was ist der Unterschied zwischen der Alepposeife und der Olivenöl-Lorbeerölseife? Und was wiederum ist Lorbeerseife oder Lorbeerbutterseife?

Die Antwort auf diese Fragen ist relativ einfach. Es gibt einfach keinen, solange die Rede von der originalen Seife aus der Stadt Aleppo im Norden Syriens ist. Alle Bezeichnungen beziehen sich auf dieselbe Seife. Im Arabischen wird die Seife "Sapun Ghar" genannt, was übersetzt Lorbeerseife bedeutet. Daher wäre der Begriff "Lorbeerseife" bei einer wörtlichen Übersetzung sinngemäß. Wir bei Alepp haben uns aber für den Begriff "Olivenöl-Lorbeerölseife" entschieden, da beide Komponenten sehr wichtig sind und gerade deren Kombination die Seife aus Aleppo ausmachen.

Das Original ist eine Mischung der Hauptbestandteile Olivenöl und Lorbeeröl und die Herstellungsprozedur ist wie schon vor mehr als 1000 Jahren gleich. Lediglich das Mischungsverhältnis der Öle kann variieren. Es sind Mischungen von  2% - 40% Lorbeeröl üblich, wobei das am häufigsten anzutreffende Verhältnis 85% Olivenöl und 15% Lorbeeröl ist. Üblicherweise wird die Seife in den Wintermonaten hergestellt, 6-9 Monate getrocknet und im darauf folgenden Jahr verkauft. Viele Hersteller lassen aber eine gewisse Restmenge in ihren Lagern für die übernächste Saison übrig, da es auch Konsumenten gibt, die eine ältere Seife bevorzugen. Diese besitzt dann aufgrund der längeren Trockenzeit eine dickere äußere Schicht und ist wesentlich härter. Von der traditionell hergestellten Olivenöl-Lorbeerölseife gibt es noch eine abgewandelte Form, die reine Olivenölseife. Sie wird nur aus Olivenöl hergestellt, ist von der Farbe relativ hell (cremefarben) und mit der Marseiller Seife zu vergleichen. Von dieser Seife werden lediglich geringe Mengen hergestellt, die meistens auch exportiert werden.

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